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Kind und Welpe – zwei auf einer Wellenlänge

 

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Artikelkategorie:

Welpe, Mensch und Hund, Kind, Familienhund, Freundschaft, Psychologen, Pädagogen

Kindheit mit Welpe

Was kann es Schöneres geben, als die Kindheit mit einem Welpen zu teilen? Kuscheliges Fell zum Herzen und Knuddeln, unbändige Energie zum Toben und Um-die-Wette-Rennen. Gespitzte Ohren, die jeder Erklärung aufmerksam zuhören, und große, treue Augen, die jederzeit sagen: „Du bist mein allerbester Freund auf der ganzen Welt.“



Der beste Freund

Längst ist sich die Fachwelt aus Psychologen und Pädagogen einig: Kind und Hund sind ein tolles Team. Beide lernen voneinander – spielerisch mit großem gefühlsmäßigem Einsatz. Gerade in unserer modernen, technikorientierten Zeit ist ein Hund viel mehr als erlebbare Natur. Treu, zuverlässig und gewitzt bereichert er den Alltag mit seiner tierischen Persönlichkeit. Ihm kann man alle kleinen und großen Geheimnisse anvertrauen. Und wenn ein Kind einmal so richtig traurig ist, ist der Hund oft die erste Anlaufstelle. Ihm schütten die Kleinen vorbehaltlos ihr Herz aus, denn erstens reagiert er intuitiv richtig auf die Stimmungslage seines kleinen Menschen, und zweitens übt er keinen Leistungsdruck aus. Er akzeptiert das Kind als Person mit all ihren Fehlern, heuchelt nicht und ist fast immer da, wenn man ihn braucht.



Spielen ohne Ende

Auch der Welpe profitiert von dieser Beziehung. Denn Kinder sind spontan und jederzeit zu einem Spiel bereit – und dabei sind sie genauso unermüdlich wie die Vierbeiner. Während wir Erwachsenen längst des Stöckchenspieles müde sind, fängt für Kind und Hund das Spiel erst an. Damit es sowohl beim Kind als auch beim jungen Hund eine innige Freundschaft wird, sind natürlich einige Grundsätze unumgänglich.



Missverständ- nisse vermeiden

So müssen Kinder lernen, dass selbst der zuverlässigste Familienhund nicht immer hundertprozentig einschätzbar ist. Viele Zwischenfälle basieren auf Missverständnissen, bei denen der junge Vierbeiner das Verhalten des Kindes falsch deutet. Umgekehrt ist dies natürlich genauso der Fall. Begrüsst ein Kind seinen Welpen beispielsweise, indem es ihn von hinten stürmisch umarmt, kann der Vierbeiner dies durchaus als Bedrohung empfinden und mit Aggression reagieren. Das Kind soll sich auf jeden Fall von vorne nähern, damit der Hund sofort erkennt, wer da kommt. Laufen Kinder vor einem Hund davon, wird der Beute- und Jagdinstikt im Vierbeiner geweckt. Dann gilt es. still stehen zu bleiben, auch wenn es schwerfällt und dem Welpen nicht in die Augen zu sehen, bis er sich beruhigt hat. Eine der wichtigsten Regeln ist in jedem Fall, Babys und Kleinkinder niemals mit dem Hund unbeaufsichtigt zu lassen.



Hier wohne ich

Eine Voraussetzung für eine innige Freundschaft zwischen Kind und Welpe ist, dass der Nachwuchs den Stammplatz, zum Beispiel das Körbchen akzeptiert. Denn der Stammplatz ist das „Hoheitsgebiet“ des jungen Vierbeiners. Hierhin kann er sich zurückziehen, wenn er seine Ruhe haben möchte. Störungen sind jetzt absolut tabu. Das gilt für große wie kleine Menschen! Am besten erklärt man einem Kind, dass sein vierbeiniger Freund wie man selbst empfindet: Laufen, Rennen, Spielen und Toben machen dem Tier viel Spaß. Auch die täglichen Streicheleinheiten genießt ein Hund meist sehr. Aber ihm ist eben nicht immer nach festhalten und umarmen zumute, und das zeigt er, beispielsweise durch Knurren oder Weggehen, auch sehr deutlich. Das muss respektiert werden, denn genau wie wir Menschen möchte er manchmal ungestört sein. Kinder verstehen diese Erklärung in den meisten Fällen sehr gut und halten sich auch daran.

Wenn die Eltern den artgemäßen Umgang vorleben und die Körpersprache des Hundes verständlich erklären, verhalten sich Kinder schon fast automatisch richtig. Dann steht der großartigen Bereicherung des Kinderlebens durch einen vierbeinigen Freund nichts mehr im Wege.

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