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Alles über Such- und Rettungshunde

 

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Artikelkategorie:

Adult, Senior, Mensch und Hund, Beruf, Rettungshund, Spürhund, Suchhund

Rettungshunde

Rettungshund und Hundeführer bilden zusammen ein Einsatzteam und sind in Rettungshundestaffeln organisiert. So finden sie zum Beispiel vermisste Personen und Leichen. Sie können in Trümmerfeldern oder Lawinenabgängen nach Verschütteten suchen. Sie identifizieren Tatverdächtige durch Geruchsdifferenzierung.



Spürhunde

Während Menschen nur etwa 5 Millionen Riechzellen in ihrer Nase haben, verfügen Hunde über bis zu 220 Millionen Riechzellen. Im Zusammenspiel mit Gehör und Sehvermögen erhält ein Hund einen sehr genauen Eindruck von seiner Umgebung. Suchhunde werden darauf trainiert, Gerüchen auch in der Luft und nicht nur am Boden zu folgen. Weht der Wind aus der richtigen Richtung, kann ein Suchhund sein Ziel über einen Kilometer weit riechen.



Such- und Rettungshunde

Alle toten und lebenden Menschen geben ständig mikroskopisch kleine Duftpartikel ab. Millionen dieser Partikel liegen in der Luft, und der Wind trägt sie über weite Strecken mit sich. Witternde Such- und Rettungshunde sind darauf trainiert, den Geruch jedes Menschen in einem bestimmten Bereich zu lokalisieren – auch unter vielen anderen Gerüchen. Such- und Rettungshunde können jederzeit, sowohl tagsüber als auch nachts, und unter fast allen Wetterbedingungen arbeiten. Sie sind dort von besonderem Nutzen, wo Menschen nur eingeschränkt agieren können: Im Dunkeln, im dichten Wald, in unwegsamem oder einsturzgefährdetem Gelände und auf dem Wasser.



Rettungshund- arbeit

An einen Rettungshund werden physische und psychische hohe Anforderungen gestellt. Grundsätzlich ist jeder gesunde, körperlich leistungsfähige, wesensfeste Hund, der über eine gute Nase verfügt, für die Rettungshundearbeit geeignet. Rüde oder Hündin spielt kaum eine Rolle. Ob Rassehund oder Mischling, beim Körperbau ist nicht Schönheit, sondern Funktionalität gefragt. Mittlere Größe ist am günstigsten (50 - 60 cm Schulterhöhe). Wesentlich kleinere oder größere, schwere Tiere haben meist Probleme mit der Ausdauer und der Geländegängigkeit. Bei Riesen muss man unter Umständen noch mit Transportproblemen rechnen.



psychische Anlagen

Neben einer grundsätzlich freundlichen Einstellung dem Menschen gegenüber sollte ein Rettungshund folgende psychische Anlagen möglichst ausgeprägt besitzen bzw. sollte gefördert werden:.


  • Ruhiges, friedliches und aufmerksames Wesen.
  • Geräuschunempfindlichkeit.
  • Eine gewisse Härte bei guter Führigkeit.
  • Ein gute Assoziations- und Kombinationsfähigkeit.
  • Einen ausgeprägten Such- und Stöbertrieb.  
  • Eine mittlere Temperamentslage bei hoher bis mittlerer Reizschwelle.
  • Gleichgültigkeit gegenüber Feuer, Rauch.
  • Ausdauer, sowohl körperlich, als auch psychisch.
  • Eine enge Bindung an seinen Führer.
  • Ein gewisser Grad an Beutetrieb ist besonders für die Ausbildung sehr nützlich.

Eine Rettungshundestaffel bietet keine Gelegenheit einen unerzogenen Hund zu erziehen!
Das Gegenteil ist eher der Fall. In der Rettungshundearbeit wird die Selbständigkeit des Hundes gefördert, schließlich wird später von ihm erwartet, dass er 100.000 qm Waldfläche möglichst selbständig absucht. Darüber hinaus wird dem Hund bewusst antrainiert beim Aufspüren von menschlicher Witterung den Gehorsam seinem Hundeführer gegenüber zu verweigern. Ein unachtsamer Hundeführer könnte sonst seinen Hund von einem Opfer abrufen ohne es zu merken. Dies alles kann bei einem unklaren Verhältnis zwischen Hund und Halter zu Problemen im Alltag führen.
Selbstverständlich muss die Rangordnung zwischen Hund und Führer geklärt sein, aber das Tier muss einen gewissen Handlungsfreiraum behalten um selbständig arbeiten zu können, aber auch um Gefahren ausweichen zu können. Dazu ein Beispiel: Bei einem Einsatz stand ein Hundeführer unter den Resten eines Treppenhauses. Er rief seinen Hund zu sich, dieser verweigerte jedoch mehrmals den Gehorsam. Voll Zorn über die Unfolgsamkeit ging der Hundeführer um seinen Hund zu holen, da stürzte hinter ihm das Treppenhaus ein; beide wären darunter begraben worden, wenn der Hund das Kommando seines Führers befolgt hätte. Das Tier - mit seinen viel feineren Sinnen - hatte vielleicht das Knacken im Gebälk gehört und die Gefahr gespürt. Jede Handlung eines Hundes ist begründet, es gilt nur den Grund zu erkennen.

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